Sonderschau „Sachsenschätze“

Sachsenshow Amethyst: Schlottwitz_Sachsen_Senckenberg Dresden; Copyright: R. Bode

"Discovery Hall" (Halle B4.EG)

Erzgebirge und Vogtland, Schneckenstein und Schlottwitz – Sachsen ist reich an Mineralen und Edelsteinen. Bereits im frühen 18. Jahrhundert sonnten sich Sachsens Könige wie August der Starke im Glanz der schönen Steine und ließen von ihren Hofjuwelieren kostbaren Schmuck mit Gold und Silber anfertigen. 

Die große Sonderschau „Sachsens Schätze“ auf der Mineralien Hamburg zeigt prachtvolle Edelsteine und Minerale aus dem ostdeutschen Freistaat. Präsentiert werden auch so genannte Typ-Minerale, die erstmals überhaupt in Sachsen entdeckt wurden. 

Topas, Amethyst, Pyrop oder Achat zum Beispiel fanden schon vor rund 300 Jahren Verwendung bei europäischen Hofjuwelieren. Zu den spektakulärsten Stücken zählen farbenprächtige Achatscheiben und in kräftigem Violett leuchtende Amethyste, die im frühen 18. Jahrhundert in Schlottwitz im Sächsischen Erzgebirge gefunden wurden sowie die beiden größten bekannten Aquamarine Deutschlands in Edelsteinqualität. Gezeigt werden außerdem  rote Pyrope, die zur Granatgruppe zählen, und farbige Turmaline aus dem Sächsischen Granulitgebirge nördlich von Chemnitz wie die rosafarbenen Rubellite und die grün schimmernden Verdelithe. 

Das älteste Exponat der Sonderschau ist ein Topas vom Schneckenstein, der aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt. Einen weiteren Schwerpunkt der Sonderschau bilden Typ-Minerale. Hierbei handelt es sich um Minerale, die in der Geschichte der Mineralogie erstmals in Sachsen entdeckt und beschrieben wurden.

Die Exponate der Sonderschau „Sachsenschätze“ stammen aus den renommierten Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden sowie von der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.
 

Foto: Amethyst, Senckenberg Dresden - Copyright: R. Bode