Von Geradhörnern, Ammoniten und Donnerkeilen

Halle B4.EG.134

Vor hunderten von Millionen Jahren bevölkerten sie die urzeitlichen Ozeane unseres Planeten, heute zählen die noch lebenden Arten wie der Riesenkalmar zu den eindrucksvollsten und geheimnisvollsten Kreaturen unserer Unterwasserwelt: Die Rede ist von Kopffüßern. Eine Sonderschau auf der Mineralien Hamburg widmet sich diesen faszinierenden Weichtieren. 

Zu den ältesten Exponaten der Sonderschau gehören die 480 Millionen Jahre alten Vorfahren unserer heutigen Tintenfische mit ihren langgestreckten Gehäusen. Diese Geradhörner standen senkrecht im Wasser. Sie konnten eine Länge von bis zu drei Metern erreichen und sind heute ausgestorben.  

Die Blicke der Besucher auf sich ziehen dürften auch die bizarr anmutenden, teilweise entrollten Schalen der heteromorphen Ammoniten sowie Donnerkeile mit einer Länge von über 40 Zentimetern. Als Donnerkeile werden die Gehäuseenden der ebenfalls ausgestorbenen Belemniten bezeichnet. Das ist eine Großgruppe der Kopffüßer, die bis zum Ende der Kreidezeit vor rund 65 Millionen Jahren lebte. 

Präsentiert wird die Sonderschau von der Geologisch-Paläontologischen Arbeitsgemeinschaft Kiel und dem Urzeithof Stolpe.
 

Ammoniten Norddeutschland, Foto Dr. Frank Rudolph
Ammoniten Norddeutschland - Foto: Dr. Frank Rudolph
Kopffüßer, Schweden
Kopffüßer, Schweden
Kopffüßer, Schweden

Kopffüßer, Schweden - Fotos: Axel Paulsen